Kacheln im Porzellanhäuschen
Historische Kacheln im Porzellanhäuschen im Schlossgarten in Schwetzingen.
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Kacheln aus den Niederlanden
03/2026 Das Porzellanhäuschen im Schwetzinger Schlossgarten liegt etwas versteckt im nördlichen Teil der Anlage und zählt zu den reizvollsten Kleinarchitekturen des 18. Jahrhunderts. Ursprünglich diente es als dekorativer Rückzugsort und als Ort für intime Gartenfeste – ganz im Sinne der höfischen Gartenkultur unter Kurfürst Carl Theodor.\r\nAuf deinem Bild ist die innere Wandverkleidung des Häuschens zu sehen: eine dichte Anordnung von blau-weißen Fayencekacheln, die jeweils kleine Szenen, Landschaften, Figuren oder maritime Motive zeigen. Diese Kacheln stammen überwiegend aus den Niederlanden, wo solche Delftware im 17. und 18. Jahrhundert in großer handwerklicher Qualität produziert wurde. Sie galten als kostbares Importgut und wurden in Schwetzingen bewusst eingesetzt, um dem Pavillon einen exotischen, eleganten und zugleich spielerischen Charakter zu verleihen.
