Reisebericht Südafrika - Oudtshoorn, Tsitsikamma und Addo Elephant Park

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02.03.2012 - Dies ist die Fortsetzung unseres Reiseberichts der Südafrika Rundereise 2012. Dieser Reiseabschnitt betrifft die Tour von Oudtshoorn nach Tsitsikamma und weiter zum Addo Elephant Park. Hier geht es zurück zu Tag 1-3 der Rundreise Südafrika.

Reise von Oudtshoorn nach Tsitsikamma - Tag 4:

Morgens werden wir von den ersten Sonnenstrahlen geweckt. Frühstück gibt es (wie schon das Abendessen) auf der Veranda direkt vor unserer Zimmer-Tür. Nach dem Frühstück packen wir und beladen unser Auto. Der benachtbarte Farmer steht schon bereit für die Führung auf seiner Straussenfarm. Zuerst besuchen wir ein Freigehege, in welchem die Staussen paarweise gehalten werden. Die Mutprobe ist, das Männchen mit der flachen Hand zu füttern. Es zwickt ein wenig, aber ansonsten sieht es schlimmer aus als es ist. Das Weibchen sitzt auf seinem Nest und brütet Eier aus. Weil der Farmer etwas Futter über den Zaun geschmissen hat, steht sie für einen Augenblick auf und gibt den Blick auf ein Gelege mit sieben Eiern frei.

Als nächstes fahren wir zur Brutstation mit den Klimaschränken. Hier können je nach Marktlage bis zu 9.000 Eier gleichzeitig ausgebrütet werden. Mit der Taschenlampe zeigt uns der Farmer, dass die Eier in dem Schrank gut sind. Die Luftblase am flachen Ende des Eis leuchtet hell orange im Licht der Taschenlampe. Im nächsten Raum sind die Eier, die kurz vor oder beim Schlüpfen sind. Der Farmer zeigt uns Eier, die gerade aufplatzen sowie eine Schublade voller frisch geschlüpfter Straussenbabies. Im letzten Raum steht eine Plastikkiste mit Straussenbabies, die bereits einen Tag alt sind. Die Kleinen sind ziemlich tollpatschig und lassen sich auf den Arm nehmen. Straussenbabies sind echt süss!

Straussenbabies


Nach dem kurzen Besuch auf der Farm fahren wir durch Oudtshoorn zu den Cango Caves. Die Tropfsteinhöle ist die grösste Südafrikas und der Besuch lohnt sich. Die Führung dauert rund eine Stunde. Die Grösse der unterirdischen Hallen ist beeindruckend, ebenso die Vielfalt der Felsformationen aus Stalaktiten und Stalakmiten. Nach dem Höhlenbesuch fahren wir wieder nach Oudtshoorn und schauen uns die Innenstadt an. Dort kaufen wir ein kunstvoll geschnitztes Straussenei bei einer Händlerin vor dem historischen Museum.

Nach einem Tankstopp am Ortsausgang fahren wir über den Outeniqua Pass in Richtung George und Wilderness. Die Landschaft, vor allem in den Tälern vor dem Pass, ist absolut traumhaft. Teilweise wird in manchen Tälern Hopfen angebaut. Nach Wilderness fahren wir an diesem Tag nur noch auf dem Highway N2 der sich an der Küste entlang bis Port Elisabeth schlängelt. Die Schnellstrasse ist stark befahren und sehr kurvenreich, auf und ab geht es dazu auch noch mächtig. So benötigen wir für die Strecke von Wilderness bis zum Storm River in Tsitsikamma rund zwei Stunden (inkl. diverse Stops an Baustellen).

Nach dem kleinen Ort Storm River folgt nach wenigen Kilometern die Abzweigung in die Bluelillies Bush Road. Von der Schnellstrasse bis zu unserer Lodge fahren wir nochmals sechs Kilometer auf einer Schotterpiste durch den Wald. Doch die Fahrt lohnt, denn die Lodge "The Fernery" liegt an einer zum Meer hin offenen Schlucht mit Wasserfall. Die Chalets, als auch das Restaurant mit Haupthaus, sind direkt an den steilen Abhang gebaut. Vom Restaurant, in dem wir abends ein tolles Menu essen, kann man in der einen Richtung das Meer und in der anderen Richtung den Wasserfall sehen. Von unserem Chalet aus sieht man das Meer und den Flusslauf. Das Holzblockhaus ist riesig, hat ein grosses Bad mit Natursteinfliesen, freistehender Badewanne und zwei freistehenden Duschen. Im Wohn- und Schlafzimmer steht ein grosses Bett, Sofa und ein kleiner Kamin. Durch zwei Türen kann man auf die Veranda, die das Chalet mit der Strasse am Hang verbindet. Ein wirklich toller Ort!

The Fernery Chalet


Tagesausflug Tsitsikamma und Knysna - Tag 5:

Der Tag beginnt mit einem Frühstücksbuffet im Haupthaus mit Blick auf das Meer. Das Wetter ist auch heute wieder Top. Vor dem Start in den Tag entdecken wir in der Rezeption, die am Einfahrtstor gelegen ist, dass der Name des Hotels eine tiefere Bedeutung hat. The Fernery ist tatsächlich eine Farm für Farne. Die Eingangshalle ist eindrucksvoll mit einer tollen Farnlanschaft dekoriert.

Der erster Stop unseres Tagesausflugs ist der Big Tree, ein sehr alter und sehr hoher Baum direkt an der Schnellstrasse N2 in Richtung Knysna. Wir machen einen kleinen Spaziergang, der seine 1,5 Euro wert ist, denn der Waldpfad ist fast durchgehend mit höher gelegenen Holzdielen angelegt. Der nächste Stop ist die 213 m hohe Bloucrans Bridge, von der man am Gummiseil in die Tiefe springen kann. Der Andrang ist riesig und wir schauen uns einen Sprung nach dem anderen vom Aussichtspunkt aus an. Bis 2007 war dies der höchste kommerzielle Bungeejump der Welt.

Bloucrans Bridge


Nachmittags kommen wir dann in Knysna an. Wir fahren zu den Two Heads und essen in einem Restaurant direkt an einem kleinen Leuchtturm. Die Felsen und die Brandung sind faszinierend. Ich esse einen leckeren "Gronje Fisch". Auch Inas "Vegitarian Quiche" sieht super lecker aus und schmeckt auch so. Nach dem essen spazieren wir an der Steilküste entlang bevor wir auf den Berg hinauf in die schönste Villengegend fahren, die ich bisher gesehen habe. Die Aussicht vom Sunset Point (auf dem linken der Two Heads) ist fantastisch. Nach einem ausgiebigen Fotorundgang auf dem Berg fahren wir wieder zurück in Richtung Stadtmitte. Wir kaufen in einem Kwikspar (Scheint die Südafrikanische Variante des deutschen Spar Supermarkts zu sein) Salat, Fleisch, Brot und ein paar Sossen ein. Im Hotel hatten wir Geschirr und Besteck in unsere Hütte bestellt. Nachdem wir gegen 18:00 Uhr in der Lodge angekommen sind, heize ich zuerst den Webergrill auf der Veranda an. Zum Essen geniessen wir den Wein von unserem ersten Hotel in Stellenbosch. Nach dem rauchigen Grillabenteuer geht es erst mal unter die Dusche und dann im Bademantel vor das Kamin-Feuer. Dieser wärmt das Zimmer auch gleich auf angenehme Temperaturen. Nachts wird es hier an der Küste doch sehr frisch.

Reise von Tsitsikamma über Port Elisabeth zum Addo Elephant Park - Tag 6:

Nach dem Frühstück geht es heute von unserer Lodge "The Fernery" in Tsitsikamma nach Port Elisabeth. Hier sehen wir uns kurz das Nelson Mandela Memorial mit Blick auf die gleichnamige Bucht am Meer an. Danach geht es weiter an den Strand in Summerset. Hier gibt es einen schönen Sandstrand zum Baden. In einem Strandrestaurand essen wir sehr gut und sehr günstig. Danach fahren wir auf der N2 in Richtung Addo Elephant Park weiter. Unser Ziel ist die Kuzuku Lodge, eine 5 Sterne Lodge mitten im Park.

Strand in Summerset


Nach kurzer Fahrt auf der N10 biegen wir auf eine Schotterpiste ab. 50 km legen wir auf dieser Strasse zurück. Nach kurzer Eingewöhnung an den ungewohnten Untergrund fahre ich einfach 80 Km/h. Bei diese Geschwindigkeit fängt das Auto in den Kurven zwar leicht an zu rutschen, aber es scheint im Tiefflug über alle Unebenheiten hinwegzuschweben. Ganz grundlos fahre ich nicht so schnell. Um die abendliche Pirschfahrt nicht zu verpassen, müssen wir ca. gegen 16:00 Uhr beim Checkin sein. Für die 50 km Schotterpiste bleiben also nur etwas mehr als 30 Minuten.

Um 16:15 Uhr sind wir in der Lodge, checken ein und lassen uns in unser Chalet bringen. Das Häuschen am Steilhang ist der absolute Hammer! Wir machen uns kurz frisch paken die Kameras ein und laufen zum Jeep. Mit sieben anderen Leuten im Wagen fahren wir auf kleinen Schotterstrassen in den Park hinein. Wir sehen Gazellen, Schildkröten und Zebras. In einem weiträumig abgesteckten Areal zeigt uns der Ranger sogar Geparden, die vorübergehend eingesperrt wurden, um die Population der Gazellen und Zebras zu schützen. Die Löwen sehen wir zunächst nicht. Erst als wir schon auf dem Rückweg sind, bekommt unser Guide von einer anderen Gruppe den Standort der Löwen genannt. Er dreht noch mal um und wir schaffen es gerade noch vor Sonnenuntergang zu der kleinen Lichtung im Buschwald, auf der die Löwen liegen.

Löwe


Danach geht es im Dunkeln zurück zur Lodge. Mit dem Sonnenuntergang sinkt die Temperatur augenblicklich um einige Grad ab. Im Jeep sind zum Glück ein paar Decken, denn unsere dünnen Jacken halten der Kälte nicht ganz stand. Ziemlich durchgekühlt von der Fahrt kommen wir gegen 20:30 Uhr in der Lodge an. Wir ziehen uns kurz um und gehen gleich zum Abendessen. Hier essen wir in drei Gängen eine tolle Suppe, einen Griechischen Salat, Fisch oder Hühnchen zum Hauptgang und einen Pudding zum Nachtisch. Totmüde fallen wir in unser Bett. Morgen wird der Wecker um 5:00 Uhr zur ersten Fahrt in den Park klingeln.

Hier geht es weiter zum Tag 7-10 der Rundreise Südafrika.

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Author: Hjalmar Gerbig

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