Reisebericht Südafrika - Stellenbosch und Oudtshoorn

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01.03.2012 - Im Februar 2012 haben meine Frau und ich eine 16-tägige Rundreise in Südafrika gemacht. Gebucht haben wir über SA Travel. Die Rundreise ging mit dem Mietwagen von Kapstadt über Oudtshoorn, Tsitsikamme, Addo Elephant Park, Kariega Game Reserve, Hermanus und wieder zurück nach Kapstadt. Nachfolgend unser Erfahrungsbericht für unsere Rundreise mit SA Travel.

Anreise Südafrika Kapstadt - Tag 1:

Mit der A747 Thüringen der Lufthansa geht es von Frankfurt nach Kapstadt. Nach 10,5 Stunden in der Luft landen wir vormittags bei strahlendem Sonnenschein. Bei Budget bekommen wir unseren Mietwagen, einen Toyota Corolla Limousine. Nach einigen Versuchen lassen sich sogar beide grosse Koffer im Kofferraum verstauen. Kleine Verwirrung gibt es nur bei unserem gebuchten Navi von Greatguide. Im Auto war keins installiert und Budget erklärt uns, dass sie keine Navis verleihen. Zufällig sehen wir ein paar Häuser weiter eine TomTom-Rental Station. Hier ist tatsächlich ein Navi für uns hinterlegt. In unserem Navi sind alle Hotels vorprogrammiert und wir können sofort starten. Unser erstes Ziel - das Weingut "Kleine Zalze" in Stellenbosch.

Kleine Zalze


Der Linksverkehr ist ungewohnt, aber alles klappt bestens. Auf dem Weg nach Stellenbosch fahren wir auf einer Schnellstraße vorbei an ärmeren Vierteln. Leider sehen wir dort auch gleich einen schlimmen Unfall, bei dem eine Frau überfahren wurde und eine grosse Menschenmenge aufgewühlt drumherumspringt. In unserem Hotel angekommen müssen wir noch ein wenig warten bis das Zimmer frei ist. Wir nutzen die Zeit für einen Spaziergang über das Gelände und ein Mittagessen im Restaurant mit Aussicht auf den Golfplatz. Den etwas verregneten Nachmittag verbringen wir im Zimmer, um den Schlaf der Nacht nachzuholen. Abends fahren wir nach Stellenbosch und kaufen noch eine Kleinigkeit in einem Tankstellensupermarkt ein. Auf unserem Balkon geniessen wir den Sonnenuntergang und die faszinierende Klangkulisse der Südafrikanischen Vögel bei Sandwiches und Softdrinks.

Tagesausflug nach Stellenbosch und Franschoek - Tag 2:

Der Tag beginnt mit einem tollen Frühstück bei Sonnenschein auf der Terrasse des kleinen Restaurants. Das Buffet ist übersichtlich, die Auswahl und Qualität der warmen Speisen ist aber top! Gestärkt fahren wir nach Stellenbosch ins Stadtzentrum. Wir schauen uns die kleine historische Altstadt an und besuchen das "Dorfmuseum." In vier Gebäuden kann man das Afrika zur Kolonialzeit um 1800 erleben. Ein Besuch kostet 3 Euro für Erwachsene. Dafür bekommt man in jedem Museumsgebäude von einer Frau in alter Dienstmädchenkleidung eine persönliche Erklärung zur Geschichte des Hauses.

Nach unserem Rundgang in Stellenbosch fahren wir nach Frenschoek. Auf dem halben Weg biegen wir zu einem Weingut mit einer Oldtimerausstellung ab. Die Ausstellung ist in vier grossen Gebäuden untergebracht und kostet 6 Euro pro Person. Dafür bekommt man von den Anfängen des Automobils bis in die heutige Zeit die Prunkstücke einer jeden Epoche blitzblank serviert. Wer Autos liebt, sollte deshalb unbedingt den kleinen Abstecher zum Franschoek Motor Museum machen. Eine Weinprobe haben wir dort nicht gemacht - dafür fehlt der kühlen Empfangshalle das Ambiente.

Franschhoek Motor Museum


In Franschoek machen wir einen Spaziergang entlang der Durchgangsstrasse. Der Ort ist sehr klein und unser Spaziergang entlang kleiner Geschäfte und Einkaufspassagen dauert nur 30 Minuten. Von Franschoek fahren wir weiter in Richtung Grabouw. Die Strasse führt steil und kurvenreich den Berg hinauf. Wir halten an mehreren Aussichtspunkten und geniessen den fantastischen Ausblick. Am Wegesrand sitzen immer wieder mal Affen und schauen den vorbeifahrenden Autos hinterher. So mancher Tourist lässt sich da zu gefährlichen Vollbremsungen und Fotostops direkt hinter Kurven hinreissen. Besonders gefährlich für die Adrenalinjunkies, die hier auf Longboards den Berg hinunterrasen.

Nachdem wir den Pass überwunden haben geht es in engen Kurven durch zum Teil kleine Felsschluchten, die durch den Strassenbau entstanden sind. Entlang des Theewaterkloof Stausees fahren wir vorbei an Grabouw in Richtung Somerset West. Unser Navi lotst uns auf dem Weg zum Weingut Vergelegen auf direktem Weg durch ein Township. Als uns der elektronische Helfer in eine kleine Strasse leiten will, wird uns das zu unsicher und wir fahren auf schnellstem Wege aus der Siedlung hinaus. Auf der anderen Seite findet sich dann aber doch noch eine Strasse zum Weingut. Offensichtlich ist unser Navi auf die kürzeste, nicht aber auf die schnellste Strecke programmiert - also Vorsicht bei den Einstellungen. Das Weingut Vergelegen hat leider schon geschlossen als wir vor dem Tor stehen. Wir wenden und fahren direkt nach Stellenbosch zurück und essen in einem kleinen Restaurant in der Stadtmitte zu Abend. Im Dunklen fahren wir zurück in unser Hotel. In Stellenbosch muss man auch nachts keine Angst haben. In der Stadtmitte stehen an jeder Ecke private Sicherheitskräfte.

Reise von Stellenbosch nach Oudtshoorn - Tag 3:

Der Tag beginnt mit einem Frühstück bei wolkenlosem Himmel auf der Frühstücksterasse der Kleine Zalze Lodge. Gestern hatten wir nachmittags festgestellt, das durch die Winterzeit in Deutschland doch eine Stunde Zeitverschiebung besteht und wir deshalb eine Stunde später als gedacht aufgestanden sind. Das ist heute anders und so sehen wir auch ganz andere Leute beim Frühstück. Die Meisten sind Deutsche oder Schweizer.

Um kurz vor 9:00 Uhr checken wir nach einer kleinen Fotosession bei den Erntehelfern am Weinberg aus und fahren in Richtung Paarl. Geplant war auf halber Strecke ein Besuch des Wiesenhof Game Reserve. Leider bietet der Park nur noch Touren für Reisegruppen an. Die im Reiseführer beschriebene Fahrt im eigenen Auto durch den Tierpark fällt deswegen aus.

Wir fahren weiter und entdecken auf der linken Seite der Autobahn ein Monument. Das Taal-Monument auf dem Paarlberg sieht aus wie eine Reihe von Stacheln, die in den Himmel ragen. Durch den Wegfall des Wiesenhof Game Reserve haben wir etwas Zeit übrig, die wir nutzen um auf das Monument hinauf zu fahren. Das Monument erinnert an die Einflüsse aus denen sich die Südafrikanische Sprache Afrikaans zusammensetzt. Die Aussicht von oben ist atemberaubend und die Anlage top gepflegt. Die 1,50 Euro Eintritt lohnen sich.

Taal Monument


Nach dem Monumentsbesuch fahren wir nach Robertson. Hier fahren wir nur durch, das Städchen macht aber einen gepflegten Eindruck. Viele nette Kaffees und Restaurants reihen sich in der Stadtmitte entlang der Strassen. Unser nächster Stop ist Montagou. Hier halten wir an, um etwas zu Mittag zu essen. Zufällig entdecken wir das Country Hotel Montagou in dessen Innenhof es wunderbar gemütlich ist. Das Essen ist ebenfalls günstig und sehr lecker. Das Städchen ist sehr idyllisch und läd zum Verweilen ein.

Nach Montagou gelangen wir sehr bald durch das Felsentor auf die Route 62. Durch malerische Felslandschaften geht es vorbei an Ronnies Sex Shop in Richtung Oudtshoorn. Nach rund 90 Km auf der Route 62 durch teils steppenartige Landstriche, die an Australien erinnern sowie kleine grüne Täler und Schluchten, halten wir in Ladysmith zum tanken. Der Sprit (Unleaded) kostet rund 1 Euro pro Liter. Ich investiere die letzten 15 Euro in Bar in Benzin.

Der nächste Streckenabschnitt hat es in sich. Auf sehr kurvenreichen Strassen mit starkem Gefälle geht es bergab in Richtung Oudtshoorn. Die letzten 20 Km sind dann wieder entspanntes geradeausfahren. Kurz vor Oudtshoorn biegen wir rechts ab zu unserem Hotel, dem Mooiplas Guesthouse. Wir werden vom schwulen Hotelier in überfröhlich-freundlicher Art begrüsst, der so allen Gästen ein Lächeln entlockt.

Mooiplas Guesthouse


Er zeigt uns gleich unser Zimmer mit der Nummer zwei. Das Zimmer besteht aus einem Schlafraum, einem Wohnzimmer und einem Bad. Alles schön eingerichtet. Wir geniessen die Abendsonne auf der Veranda bei einem Glas Rosé. Um 19:30 Uhr gibt es Straußenstreak vom Grill und einen athemberaubenden Sonnenuntergang. Das Straussenfleisch schmeckt fantastisch - ebenso der Nachtisch.

Hier geht es weiter zum Tag 4-6 der Rundreise Südafrika.

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Author: Hjalmar Gerbig

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