Reisebericht Südafrika - Addo Elephant Park und Kariega Game Reserve

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03.03.2012 - Dies ist die Fortsetzung unseres Reiseberichts der Südafrika Rundereise 2012. Dieser Reiseabschnitt umfasst die Safari im Addo Elephant Park und im Kariega Game Reserve. Hier geht es zurück zu Tag 4-6 der Rundreise Südafrika.

Pirschfahrt im Addo Elephant Park - Tag 7:

Um 5:00 Uhr wurden wir von unserem Wecker aus dem Schlaf geklingelt. Nach einem Kaffee und ein paar Keksen im Restaurant ging es mit dem Jeep los in den Park. Der Guide fuhr heute eine andere Route als am Abend zuvor. Als erstes sahen wir ein Nashorn. Es war sogar eines der seltenen Black Rhinos, die schwer zu finden sind, weil sie grundsätzlich alleine durch den Busch ziehen. Ein paar Meter weiter kreuzte eine Gruppe von Affen die Strasse, die sich einen Moment später alle auf einen grossen Busch zurückzogen. Im Verlauf der Fahrt sahen wir noch Zebras, Kudus und die grössten Antilopen Afrikas - die Elands.

Black Rhinos


Auf dem Rückweg zur Lodge sahen wir dann auch die Elefantenherde an einem Berghang fressen. Leider konnte der Guide nicht näher heran fahren, weil das Gestrüpp zu dicht war. Wir fuhren also zurück in die Lodge, in der Hoffnung auf ein Wiedersehen an anderer Stelle bei der Abendfahrt. In der Lodge angekommen gab es erst einmal ein richtiges Frühstück. Danach buchten wir eine Massage im Wellnesscenter. Die Massage war sehr entspannend und genau das richtige. Leider hatte es zwischenzeitlich angefangen etwas zu regnen und so gingen wir nicht wie geplant an den Pool, sondern aufs Zimmer.

Um 17:00 Uhr sind wir zum abendlichen Game Drive gestartet. Als erstes fuhren wir die Route zu den Elefanten. Der Berghang an dem die Herde morgens gewesen war ist jetzt aber leider leer. Wir fahren weiter und stossen nach einer engen Kurve überraschend auf die Herde direkt an der Strasse. Eine Elefantendame ist über unseren Besuch weniger erfreut. Sie nimmt ihre Aufgabe die Jungtiere zu beschützen sehr ernst und versucht unseren Jeep zu verscheuchen. Mit lautem Tröten läuft sie immer wieder auf den Wagen zu und unser Guide muss die kleine Strasse immer weiter zurückfahren. Irgendwann sind wir aber offensichtlich weit genug entfernt, so dass uns die Elefantendame in Ruhe lässt. Der eine oder andere Touri im Jeep war nach dieser Aufregung erstmal bedient. Wenige Minuten später hat sich die Herde etwas von der Strasse entfernt und wir fahren ein Stück weiter, um besser die gesamte Herde sehen zu können. Neben grossen Bullen und Weibchen wimmelt es von mehreren Elefantenbabies - wirklich schön zu beobachten.

Elefantenbabies


Nach den Elefanten sehen wir wieder einige Kudus, Zebras und auch die Büffel. Letztere sind allerdings in einem abgetrennten Bereich des Parks an einem kleinen Wasserloch. Zum Schluss fahren wir noch zu den Löwen - sie haben in der vergangenen Nacht zu zweit ein ganzes Kudu verspeist und liegen vollgefessen im Gras. Nicht einmal der heranfahrende Jeep erregt Aufmerksamkeit. Vermutlich wären die Tiere nicht mal aktiv geworden, wenn man sie angefasst hätte. Aber das haben wir lieber nicht ausprobiert.

Reise vom Addo Elephant Park zum Kariega Game Reserve - Tag 8:

Nach dem Frühstück packen wir und checken gegen 10:00 Uhr aus. Auf unserer Fahrt dorthin sehen wir zufällig die Löwen an einem kleinen See in der Nähe der Park-Ausfahrt. Unser Guide fährt kurzerhand noch einmal näher ran und wir können fantastische Bilder machen.

Löwen


Mit unserem Auto fahren wir dann in Richtung Kariega Park nahe Kenton on Sea. Zunächst müssen wir die 50 km Schotterpiste zurück zur N10. Nach einem Blick auf die Landkarte fahren wir nicht auf der N10, sondern geradeaus auf einer weiteren Schotterstrasse 40 km querfeldein bis zur N2. Dabei durchqueren wir ein Naturschutzgebiet mit einigen Tieren rechts und links von der Strasse. Sogar eine Schildkröte kreuzt unseren Weg. Nachmittags erreichen wir den Kariega Park und unsere Ukozi Lodge. Der Empfang ist sehr freundlich und die Anlage und das Zimmer sind Tip-Top. Wir haben ein riesiges Chalet mit eigenem Pool auf der Terrasse und Talblick.

Um 16:00 fahren wir mit unserem Guide in den Park. Wir sind ganz alleine in dem riesen Jeep und können nach belieben anhalten, wenn wir etwas sehen. Die Parklandschaft ist beeindruckend. Alles ist viel grüner als im Addo Elefant Park. Ein Fluss schlängelt sich durch das Tal und an den Hängen wächst so ziemlich alles, von Kakteen bis hin zu grossen Bäumen. Wir sehen einige Tiere, Vögel und gegen Ende als Highlight zwei Löwen.

Safari Guide


Auf dem Rückweg halten wir auf einem Berg mit Ausblick. Dort gibt es Drinks und Snacks. Dann geht es zurück zur Lodge. Leider fängt es ein wenig an zu Regnen und wir verkriechen uns unter den Ponchos. Nach kurzem Auffrischen in unserem Zimmer gehen wir zum Abendessen. Sehr schön ist, dass unser Guide mit uns isst und wir uns über alles mögliche mit ihm unterhalten können. Besonders interessant sind seine Schilderungen zu den Unterschieden zwischen Afrika und Deutschland. Nach dem Essen ziehen wir an den Kamin um, wo wir noch eine Weile bei einem Glas Wein sitzen und reden. Unser Guide war besonders angetan von der Vorstellung, dass es in Deutschland Regionen mit hohem Schnee gibt und das trotzdem die Züge, Busse und Autos fahren können. Interessant ist, dass in Afrika ein normaler Angestellter etwa zehnmal weniger verdient (ein Verkäufer im Supermarkt verdient rund 3000 Rand im Monat) die Preise aber nur halb so teuer sind als in Deutschland (ein VW Golf kostet neu ab 12.000 Euro, ein Glas Bier 0,5 l kostet 2 Euro).

Pirschfahrt im Kariega Game Reserve - Tag 9:

Wir stehen heute um 6:00 Uhr auf. Nach einem Kaffee geht es um kurz vor sieben mit unserem Guide in den Park. Wir sind wieder nur zu dritt. Der Kariega Park ist unterteilt in zwei Teile - Ost und West. Gestern waren wir im östlichen Teil, der dichter beachsen, bergiger und voller Raubtiere ist. Heute morgen geht es in den westlichen Teil, indem auch die Lodges sind. Hier leben die ungefährlicheren Tiere. Davon sehen wir auch eine ganze Menge. Neben Zebras, Giraffen, Vögeln, kleinen Affen (Baboons) und Wasserbüffeln sehen wir auch Nielpferde und Nashörner. Ich knipse an diesem Morgen ganze 500 Bilder, so viel gibt es zu sehen. Zudem spielt das Wetter mit. Besonders schön zu beobachten sind die Giraffen mit ihren Jungen, die tolpatschig auf ihren langen Beinen balancieren.

Giraffen


Nach dem Frühstück legen wir uns an den schönen Pool. Nachmittags gehen wir dann kurz in unser Zimmer und machen uns für den Nachmittagssnack frisch. Im Restaurant sitzen das erste mal seit unserer Ankunft auch andere Gäste. Für die abendliche Pirschfahrt sind Ina und ich aber wieder nur zu zweit. Die vier anderen Gäste, die unserem Guide Griff zugeteilt waren, sind nicht aufgetaucht. Wir fahren los uns suchen die Elefanten und Löwen. Erstere können wir an einem Berghang finden. Die Löwen finden wir kurze Zeit später. Drei junge Löwen liegen schlafend an einem Hang. Nach einem weiteren Besuch bei den Elefanten geht es zurück in die Lodge. Auf der Rückfahrt sehen wir noch einige Warthogs (Warzenschweine). Zum Abendessen gibt es Springbockfilet, das besser nicht sein könnte.

Reise Kariega Game Reserve über Jeffreys Bay nach Knysna - Tag 10:

Morgens geht es wieder um 7:00 Uhr auf Pirschfahrt. Ina und ich sind mit unserem Guide wieder alleine im Jeep. Wir beschließen zu den Wasserbüffeln zu fahren um diese etwas genauer anzusehen. Auf dem Weg dorthin sehen wir wieder einige andere Tiere wie Warzenschweine, Leopardenschildkröten und diverse Vögel. Die Büffel treffen wir auf einer Wiese nahe der Strasse. Unser Guide muss mehrfach zurückfahren, um den Büffeln auszuweichen. Erst als ein Teil der Herde sich gemütlich in einem Schlammloch herumwälzt, können wir näher heranfahren.

Wasserbüffel


Die Tiere sind gross und vor allem die männlichen Tiere haben gewaltige Hörner und Hornplatten auf der Stirn. Nach einer ausgiebigen Fotopause fahren wir zurück zu der Wiese an der die Nashörner zwanzig Minuten zuvor gestanden hatten. Die Herde hat sich schon einige Meter weiter bewegt und trottet gemütlich auf der Strasse durch ein Flussbett. Auf der anderen Seite fängt die Herde auf einer Wiese wieder gemütlich an zu grasen. Wir schiessen ein paar schöne Fotos und fahren weiter zu den Löwen und Elefanten. Auf dem Weg halten wir bei einer Herde Zebras. Um 9:30 Uhr sind wir wieder zurück in der Lodge. Nach dem Frühstück checken wir aus und fahren in Richtung Knysna.

Zebras


Wir fahren diesmal über Kenton On Sea an der Küste entlang und machen nur einen Essensstop in Jeffreys Bay. Der Wind ist stark und entsprechend hoch sind die Wellen am Strand. Wir essen in einer Strandbar und schauen einzelnen Schwimmern und Surfern beim Baden zu. Gegen 16:00 Uhr erreichen wir Knysna. Wir sind im Overmeer Guest House untergebracht. Die Lodge ist am Hang über der Bucht, allerdings hat man keine Sicht auf den Hafen. Die Zimmer sind gross und nett eingerichtet mit einer riesigen Terrasse. Ich springe kurz zum abkühlen in den schönen Pool. Nach dem Duschen geht es ab an den Hafen. Im JJs Restaurant essen wir beide eine Afrikan Game Platter. Darin enthalten sind je 100gr Strauss, Springbock und Kudu Steak plus Beilagen. Nicht zu vergessen das Knofi Brot mit Käse, mit Abstand das Beste seiner Art, das wir je gegessen haben. Insgesamt eine Top-Empfehlung für ein Abendessen in Knysna.

Hier geht es weiter zum Tag 11-13 der Rundreise Südafrika.

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Author: Hjalmar Gerbig

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